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Was ist B.A.R.F.?

 

B.A.R.F.

Biologisch Artgerechtes Rohfleisch für Hunde oder Bones and Raw Food!

 

Wer kennt das Problem nicht! Man steht vor einem rießigen Regal im Supermarkt oder Tierfachhandel und wird regelrecht erschlagen von all den Angeboten der Futtermittel- und Heimtierindustrie.

10 verschiedene Diätsorten, 5 verschiedene Sorten für Erwachsene aktive, alte, große und kleine Hunde, 5 verschiedene Sorten für Welpen, für helle und dunkle, für kurzhaarige und langhaarige Hunde,für im Haus lebende und draußen lebende ...

 

Was nehmen?

Gerade wenn man einen oder mehrere Hunde besitzt, die eben

"nicht alles vertragen"!

 

Auch wir hatten bis zum 2. Lebensjahr von Lara das Problem. Es wurden viele verschiedene, angeblich super tolle Sorten, ausprobiert. Dennoch waren Brech- und Durchfallattacken 2 - 3 Mal pro Woche Standard. Nach langem Hin und Her, unzähligen Büchern und Internetrecherchen ... unglaublich, was es so alles über BARF zu lesen gibt ... entschieden wir uns, die Hunde auf diese Weise zu füttern. Auch in unserem Bekannten- und Freundeskreis (Züchter und Hundesportler) waren damals schon einige recht "eingefleischte Barfer" dabei, die uns zu Beginn mit Rat und Tat zur Seite standen. Danke

Unter dem Begriff B.A.R.F. versteht man ganz einfach die Fütterung von Tieren (hier Hunde) mit Rohprodukten. Rohes Fleisch, rohes Gemüse und Obst, sowie diverse Milchprodukte, Pseudogetreide (Buchweizen, Amaranth, Quinoa, etc.) und div. Zusätze!

Wenn man sich mit dem Thema Rohfleischfütterung einmal befasst hat, kann man feststellen, was ein Hund eigentlich alles essen kann und darf! Es gibt eine große Vielzahl von Produkten, die dem Hund schmecken und auch gut tun! Unsere Hunde haben das Glück, nicht täglich die gleiche Trockenfutterration in ihrem Napf vorzufinden, sondern werden mit verschiedenen Flesich-, Gemüse- und Obstsorten "verwöhnt". Mehr über diese Art der Fütterung, der Anatomie Hund und wie wir es handhaben, findest du auf den folgenden Seiten.


 

Anatomie "Hund"

Hunde zählen zu den Carnivoren bzw. Beutetierfressern (pflanzliche Teile eines Beutetieres). Hunde benötigen daher kein Getreide (außer Pseudogetreide) und auch keine bzw. nur in kleinen Mengen Kohlenhydrate (Laktation, schlechte Futterverwerter). Anatomisch ist das Gebiss eines Hundes nicht für die Aufnahme und Verarbeitung von normalem Getreide ausgelegt. Ihm ist es daher gar nicht möglich dies zu mahlen, zu spalten oder gar zu verwerten.

Der Speichel des Hundes dient auch nicht - wie beim Menschen - zum Anreichern von Enzymen, sondern zum Schlingen der Fleischbroken. Der Speichel soll die aufgenommene Nahrung geschmeidig machen, kurz gesagt, die Portion "gleitet" mit Hilfe des Speichels besser in den Verdauungstrakt. Getreidereiche Mahlzeiten liegen daher auch viel zu lange im Magen eines Hundes ... hier entsteht nicht selten die Gefahr/Risiko einer Magendrehung. Zu viele Kohlenhydrate werden in Zucker umgewandelt ... meist das Problem von Übergewicht und Überstrapazierung der Bauchspeicheldrüse (Gefahr von Diabetes). Durch den fehlenden Magensaft können auch keine Keime oder Bakterien im Magen abgetötet werden, die somit in den Darm gelangen und nicht selten für Durchfall, Parasiten bzw. Gärungen sorgen. Viele Allergien sind ebenfalls auf die Aufnahme von Getreide zurückzuführen.

Die Futtermittelindustrie mischt dennoch unzählige Getreidesorten und Unmengen Kohlenhydrate dem industriell hergestellten Futter bei. Somit sind Futtermittel mit einem Getreideanteil von bis zu 90 % im Futtermittelhandel erhältlich.

 

Die Frage stellt sich hier "WARUM"?

Für die Industrie gibt es zwei gute Gründe diese Zusätze unterzumischen!

 

  • Getreide ist günstig (geringe Herstellungskosten)
  • Langlebigkeit der Maschinen (weniger Wartung und Verschleiß)

 

Ein anderer Grund, warum wir uns gegen Fertigfutter entschieden haben ist, dass derzeit nach wie vor große und bekannte Konzerne zur Herstellung von Fertigfutter (gängiges Fertigfutter) "Tierversuche" durchführen! Für uns ein Aspekt keines mehr zu kaufen! Auch hier bitte darauf achten, welches Futter man kauft!

Anfangs war es schon eine echte Überwindung, mit dem Rohfleisch zu "handieren" und ein Gefrierschrank nur für die Hunde musste ja auch her. Mittlerweile ist die Rohfütterung ein fester Bestandteil unserer Haltung. Denn eine artgerechte Fütterung und artgerechte Erziehung sind für uns 2 der wichtigsten Säulen in der Haltung.


Und so sieht bei uns ein Fleischtag aus!

Frisches Rinderfleisch bestehend aus Kron, Streifen- und Schlundfleisch, Lunge, Leber (Innereien) und Knochen. Wir achten auf einen RFK Anteil von mindestens 30 % in der Woche. Das heißt hier dürfen sie an Ochsenschwänzen und Rippen, sowie Hühner- und Putenhälschen knabbern! Gut für die Zähne, Kaumuskulatur, Muskeln im gesamten Körper, Aufnahme von Enzymen und Antioxidantien. Außerdem sorgt auch ein etwas festerer Kot dafür, dass sich die Analdrüse des Hundes entleeren kann. Rassebedingt leiden manche Hunde an Bindegewebsschwäche (Retriever, Cocker) und schnell füllt und entzündet sich diese. Durch einen festeren Kot kann dieser meist durch das Pressen geleert werden.

Hühnerhälse, Streifen- und Kronfleisch, Schlund und Lunge vom Rind, Leber, Pansen, Blättermagen, Rippenspitzen und Ochsenschwänze standen von nun an täglich auf der Speisekarte. Dazu wird diverses Mischgemüse (Brokkolie, Möhren, Zucchini, Gurken, grüne Salate, diverse Kräuter, etc.), Quark, Körnerkäse und verschiedene Obstsorten und Öle gereicht. Gemahlene Hagebutten, manchmal Nüsse, Honig und Eierschalen verfeinern die tägliche Ration.

Schon nach einigen Wochen waren wir begeistert. Die Hunde waren aktiv und vor allem wurden sie endlich mal richtig satt. Ihr Fell und die Zähne wurden deutlich besser, auch der Kotabsatz hat sich bis auf 1/3 reduziert, da sie doch das meiste verwerten können. Ihr Eigengerucht hat sich stark verringert. Oft riechen Hunde aus dem Mund oder über die Haut. Oft ein Zeichen von Toxine im Körper.

Nach unserer Erfahrung der Rohfleischfütterung würden wir nicht mehr zu Fertigfutter greifen. Zu Beginn ist es etwas umständlich, da man nicht einfach nur aus einem Futtersack oder Tonne sein Futter nimmt, ein Gefrierschrank auch seinen Platz finden muss. Irgendwann aber ist es wirklich Routine! Außerdem vertragen es unsere Hunde sehr gut.

Auch unsere eigenen Welpen Hope, Blaze und Maybe wurden von Anfang an auf Rohfleisch umgestellt bzw. Blaze und Maybe kannten es ja schon aus der Welpenstube. Wir haben mit Rinder- und Putenhack, sowie Hühnerhälsen und magerem Rindfleisch begonnen. Dazu bekam sie Hagebuttenmehl, gemahlene Eierschalen und Öle.

Heute ist diese Art der Fütterung für uns "ganz normal" geworden. Am Abend zuvor wird das Fleisch aufgetaut und am nächsten Tag verfüttert. Wir füttern auch nicht täglich "vollwertig", da es ein wildlebender Wolf oder andere Fleischfresser auch nicht zur Verfügung haben. Soll doch BARF so artgerecht und naturnah wie möglich sein, oder? Die Vollwertigkeit d. h. alle für den Hund notwendigen Vitamine, Mineralien, Enzyme, ect. werden über ca. 1 Monat errechnet. Täglich  gehaltvoll, vollwertig mit allen notwendigen Zusätzen für den Hundeorganismus, alles fein säuberlich pürriert, abgewogen, Eier vom Eiweiß getrennt, ... meiner Meinung nach zu viel des Guten. Ich mache es jedenfalls nicht.

Die Eier werden so wie sie sind, sprich mit Schale, in die Futterschüssel gegeben und fertig. Warum nicht mal eine Möhre als Kausnack? Ein wildlebendes Raubtier trennt sich seine Eier auch nicht oder püriert erst seine Obst- und Gemüsefunde in einer Küchenmaschine - daher ist nichts dagegen einzuwenden, wenn das Gemüse einmal nicht püriert ist! Ansonsten Gemüseanteil über den Pansen füttern!  Die Aufnahme der pflanzlichen Stoffe erhalten meine Hunde über den Pansen (grüner Pansen, Blättermagen), den ich 2 - 3 Mal in der Woche als 1 Mahlzeit verfüttere und auch somit vollkommen ausreichend ist. Meine lieben Äpfel, Bananen, Mangos, und sämtliches Gemüse.

Bei uns gibt es auch wöchentlich mal einen Quarktag (manchmal mit Kräuter und Fischstreifen) und einen Fasttag. 3 Mal in der Woche gibt es Knochen bzw. Knorpel oder auch mal eine ganze Forelle. Knochen enthalten nicht nur Enzyme und Antioxidantien, sondern sorgen auch für die Zahnreinigung, Kaumuskulatur und einem festeren Stuhl (gut für die Analdrüsen). Schon gewusst, dass die gesamte Muskulatur beim Hund trainiert wird, wenn er Knochen kaut?

Wir achten darauf, dass wir verschiedene Fleischsorten (Rind, Huhn, Fisch, Lamm, etc.), Pansen, Gemüse, Obst, Milchprodukte und Zutaten wie div. Kräuter und Öle füttern. Keiner von uns möchte jeden Tag Nudeln mit Soße, oder? Gedanken über die Zusammensetzung machen wir uns keine mehr, da wir einfach sehr "abwechslungsreich" füttern und nicht nur eine Futtersorte anbieten. Rind, Geflügel, Wild und Fisch ... alles wird bei uns angeboten.

Wir beobachten unsere Hunde ... deren Kotabsatz ... können sofort durch Gaben von Öl oder Butter (bei festem Stuhl) oder Knochen (bei weichem Stuhl) eingreifen. Bei Durchfall, was jeder Hund mal haben kann, nehmen wir gerne Perenterol, Heilerde und gequollenen Leinsamen. Perenterol ist Trockenhefe und auf natürlicher Basis. Also absolut nicht gesundheitsschädlich.

Auch Gewichtsprobleme haben bei uns schon lange nicht mehr die tägliche "Ration" beeinflusst. Unsere Hunde leiden nicht an Übergewicht. Durch das Fleisch und den Zutaten können wir deren Gewicht super unter Kontrolle halten. Sie fressen heute, im Vergleich zum Trockenfutter früher, das Doppelte und haben ihr Idealgewicht erreicht! Während der Laktation einer Hündin geben wir gerne auch Kohlenhydrate, da durch die Hohe Menge an Futter einfach die Proteinzufuhr zu hoch ist. Amarant, Buchweizen, Hirse und auch mal Reis wird der Hündin gereicht. Die Kohlenhydrate sollen Energie liefern und wieder etwas auf die Rippen bringen. Die angegebenen Produkte zählen zu den Pseudogetreiden und sind gluteinfrei.

Bei dem Thema Entwurmungen und Impfungen haben wir uns genauso wie bei der Ernährung viele Gedanken gemacht. Wir entwurmen dementsprechend nur nach Bedarf. Wir hatten in den letzten 13 Jahren (Stand 2018) 2 Wurmbefälle gehabt. Was nützt es dem Hund (dem Magen-Darm-Trakt), wenn er heute vorsorglich eine Wurmkur erhält, nächste Woche etwas aufnimmt und wieder eine Wurmkur durchgeführt werden muss? Vorbeugen kann man gegen einen Wurmbefall nicht. Würmer sind über den Kot sichtbar. Wenn man sich nicht sicher ist, dann lieber eine Kotprobe beim TA abgeben. Ich selber bevorzuge eine Blutprobe. Sie ist aussagekräftig, durch die Blutwerte ist eine umfangreiche Diagnostik möglich und man kann zusätzlich die Harnstoffwerte, Leberenzyme, Schilddrüsenwerte, Kreatinin, Calcium, Kalium, etc. kontrollieren lassen. Ein Wurmbefall ist über das Blut diagnostizierbar. Die Eosinophile liegen normalerweise zwischen 0 und 6 % (Richtwert des Labors). Ein erhöhter Wert deutet somit auf einen Parasitenbefall hin.

Achtung: mind. 24 Stunden vor einer Blutentnahme den Hund nicht mit rohem Fleisch füttern! Am besten einen Fasttag einlegen!

Über die Aufnahme von Fleisch (kein Getreide) bekommt das Gehirn des Hundes die nötigen Informationen, bestimmte Enzyme, Keime, etc. im Darmtrakt auszuschütten. Ein Wurmbefall ist daher sehr selten bzw. wird auf natürlichem Wege verhindert. Einen Wurmbefall kann man auch ganz natürlich durch die Gabe von Kokosflocken, Kokosmilch oder Knoblauch vorbeugen.

Kurze Zusammenfassung, wie wir es bei uns handhaben

  • täglich verschiedene Fleischsorten anbieten (Rind, Lamm, Huhn, Wild, Fisch)
  • auch größere Fleischbroken anbieten! Die Hunde haben 42 Zähne und können wahrlich kauen! Ist auch Spaßfaktor und gut für die Zahnpflege!
  • mehrere male Knochen, RFK-Anteil in der Woche
  • Innereien anbieten (Leber, Niere, Muskelfleisch Herz)
  • Gemüse und Obst als Snack verfüttern, oder einfach unter die Mahlzeit mischen (püriert oder ganz)
  • ca. 3 Mahlzeiten in der Woche Pansen und/oder Blättermagen (alles ungewaschen)
  • bei Hunden, die schwer zunehmen, Pseudogetreide füttern (Buchweizen, Quinoa, Amaranth, etc.) oder auch Reiskeimöl
  • Öle unter das Futter mischen (Oliven, Sesam, Leinöl, Hanföl, Schwarzkümmelöl, Reiskeimöl, ...) 
  • Kokosflocken oder Kokosöl unters Futter mischen (wirkt wurmabweisend)
  • Ananas (frisch); Enzyme helfen bei der Verdauung (besonders bei Knochen)
  • Heilerde (für einen gesunden Magen-Darm-Trakt)
  • 2 rohe Eier in der Woche (im Ganzen ...  mit Schale)
  • 1 Mal wöchentlich einen Quarktag (wahlweise mit Honig, Kräutern oder Obst/Gemüse)
  • 1 Mal wöchentlich einen Fasttag

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